Die Geschichte des Rums – vom Getränk für Sklaven zum Genuss für Kenner

Der wahre Wert von Rum wird oftmals verkannt. Wer sich einmal Zeit nimmt, sich auf diese edle Spirituose einzulassen, der stößt auf eine beeindruckende geschmackliche Vielfalt. Die Geschmacksbandbreite reicht von milden, teilweise likörartigen bis hin zu fruchtigen oder sehr würzigen … Weiterlesen →

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Yamazaki 2016 Sherry Cask-limited Edition

Yamazaki Sherry Cask 2016- der nächste Klassiker Yamazaki hat eine außergewöhnliche Entwicklung an den Tag gelegt- vom ehemals eher unbekannten Japaner zum Liebhaberwhisky. Bis 2012 eher bei Insidern bekannt, startete Yamazaki 2013 mit seinem Single Malt Sherry Cask durch- er … Weiterlesen →

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Virtuelle Whiskytour auf Islay Teil 4: Bowmore

Angesiedelt in der irischen See, vor der Westküste Schottlands, befindet sich die sturmgepeitschte Insel Islay, die auf der ganzen Welt berühmt für ihre einzigartigen Whiskys ist. Das Brennen von Whisky gehört neben Landbau, Viehzucht, Fischerei und Tourismus mit zu den … Weiterlesen →

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Whisky Gigant „Diageo“ vor der Übernahme durch einen „private equity fond“ aus Brasilien?

Wer will Diageo aufkaufen?
Anfang Juni gab es die ersten Gerüchte, dass der brasilianische Multi Milliardär Jorge Paulo Lemann und seine Partner von der private equity company 3G Capital Interesse an Diageo haben. Allerdings scheint des den Herren eher um die Biersparte als um den Whisky zu gehen.
(Jorge Paulo Lemann, Chefinvestor bei 3G Capital kontrollierte bereits 65% vom Brasilianischen Biermarkt, bevor er 2004 in Belgiens „Interbrew“ einstieg, aus der InBev hervorging, die dann 2008 die Großbrauerei Anheuser Bush übernahm (Brands: Budweiser, Corona, Stalle, Becks,….) – da fehlt natürlich auch noch ein dunkles Bier, wie z.B. Guinness :-))
 
 

Bei einer solchen Übernahme sieht es dann für mich allerdings nach einer Zerschlagung von „Diageo“ aus – Jorge Paulo Lemann wird sich die Biersparte greifen und den Rest des Konzerns am Weltmarkt vergolden. Aber wer könnte der mögliche Käufer sein???? Pernod Ricard ist auf dem Whiskysektor schon zu groß und würde mit der Diageo Whiskysparte ca. 49% Markanteil bekommen. Da wird bestimmt keine Kartellbehörde mitspielen.

Schlagen wieder die Japaner zu (Suntory kaufte letztes Jahr Beam), oder werden die Chinesen den Schritt wagen? ….und was wird aus den Whiskyfreunden in Europa?

EU verbannt Phenole aus dem schottischen Whisky!

Ab dem 2. Quartal 2015 verbietet die Europäische Union, dass Phenole im Whisky enthalten sein dürfen.

Phenole stehen im Verdacht, Krebs auszulösen und dürfen daher nicht mehr im Whisky enthalten sein.
Für den typischen Geschmack der Islay Whisky wurde das Malz bis jetzt mit Torfrauch getrocknet. Phenole waren beim Whisky wichtige Geschmacksträger; hierzu gehören u. a. 4-Ethylphenol, 4-Ethylguajacol, Guajacol, Eugenol, Syringaaldehyd.
Wie wird der typische Islay Whisky in 8-10 Jahren schmecken, wenn er nur noch ohne sein Raucharoma auf den Markt kommt?
Was folgt als nächstes?????
Viele Frage!
Danke EU

Slainte

Alte Fässer – neue Fässer – junger Whisky

Vor zwei Jahren war es noch ein Aprilscherz, als ich über Alternativen zur Whiskylagerung in Holzfässern geschrieben habe. Jetzt scheint es keine solche Utopie mehr:

Whiskyfässer werden knapp

Single Malt Scotch Whisky bekommt sein besonderes Aroma zu einem grossen Teil von den Fässern, in denen er lagert. Die Gesetze sagen ganz klar, dass es Eichenfässer sein müssen. Da es in Schottland gar nicht genug Eichenholz gäbe und Schotten von jeher sparsam waren, werden gebrauchte Fässer aus der ganzen Welt verwendet, in denen vorher Sherry oder Rum, aber hauptsächlich amerikanischer Bourbon gelagert wurde.

Aber worin soll unser Whisky in der Zukunft lagern?

Der anhaltende Whiskyboom in der ganzen Welt (Irland, Japan, Indien usw.) schreit nach gebrauchten ex Bourbon Fässern aus den USA. Wir haben den Geschmack des Whiskies aus eben diesen gebrauchten Fässern lieben gelernt und es würde eine gewaltige Geschmacksveränderung geben, wenn die schottische Whiskyindustrie auf ungebrauchte, frische Eichenfässer zurückgreifen würde (dann könnte man beinahe gleich einen Bourbon kaufen…).

Gerne würden die Whiskyhersteller auch wieder mehr gebrauchte Sherry Fässer einsetzten, aber von denen gibt es schon seit vielen Jahren nicht genug Nachschub. Und die hohe Nachfrage hat natürlich auch ihren Preis: bis zu 800 GBP pro leeres Sherry Butt müssen erst einmal finanziert werden.

Eine Lösung ist, dass die Hersteller ihren Whisky etwas früher, also jünger, abzufüllen, um schneller wieder an gebrauchte Fässer heranzukommen. Aus Geschmacksgründen kann man das aber auch nicht unbegrenzt machen.

Die Hoffnung ruht darum auf dem momentanen Bourbon Whiskey Boom in den USA, der in ein paar Jahren hoffentlich auch wieder für ausreichend Fassnachschub sorgt.

Es wäre ein Albtraum, wenn man bei der Whiskyreifung auf das Prinzip der kalifornischen „Wine Maker“ zurückgreifen und mit Holzschnitzeln in Edelstahltanks arbeiten würde. Das wäre der Tod des Single Malt Whiskies – jedenfalls für mich!

Slainte

Quelle: Scottish Express

Grosse Überraschung bei SCOMA’s Whiskyweltreise

Ende September hatten wir wieder unsere jährliche Whiskyweltreise bei SCOMA: dieses Mal mit dem Schwerpunkt Europa, wo echte „Exoten“ blind verkostet wurden:

Whiskyauswahl Weltreise SCOMA
  • Amrut (Indien) 
  • Hibiki (Japan)
  • Penderyn (Wales)
  • Armorik (Frankreich)
  • Glen Els (Deutschland)
  • Hammerhead (Tschechien)
  • Millstone (Holland)
Man hat ja so seine Vorlieben und Vorurteile in Bezug darauf, wo gute Whiskies herkommen.
Ich selbst bin da keine Ausnahme und hatte an dem Abend meine Favoriten (Indien und Japan) – aber es sollte anders kommen…


Geniesst den Geschmack, nicht die Herkunft

Um mögliche Vorentscheidungen auszuschliessen, gab es zu den Whiskies bei der Probe keine Informationen zum Alkoholgehalt und natürlich auch nicht, woher welcher Whisky im Glas stammt – sonst wäre das Ergebnis bestimmt etwas anders ausgefallen 😉
Das Resultat hat nicht nur mich, sondern auch die meisten Teilnehmer überrascht – der Gewinner kam aus Holland:
– Millstone French Oak mit 40%vol. knapp gefolgt vom
– Hammer Head 23 Jahre, 40,7%vol. aus Tschechien 
Nach dem Tasting und einer kleinen „Nachprobe“ wurde dann der „Hammer Head“ auch mein Lieblingswhisky des Abends – so kann es auch mal einem eingefleischten Scotch Single Malt Fan ergehen 😉


Offen sein für Neues

Fazit: nicht immer alles über einen Whisky wissen und lesen müssen, sondern probieren und dann den Geschmack entscheiden lassen. 

Slainte

Unabhängiges Schottland = was heisst das für den Whisky?

Die Ergebnisse der Europawahl werden immer noch verarbeitet, da stellen sich schon die nächsten Fragen zu möglichen Veränderungen in der EU – und möglichen Auswirkungen auf unser Lieblingsgetränk:

 


Was bedeutet es für Scotch Whisky, wenn sich Schottland am 18. September von Großbritannien unabhängig erklären sollte und dann quasi über Nacht kein Mitglied der EU mehr wäre?

 


·        Würde Europa dadurch als Absatzmarkt weniger interessant, und noch größere Mengen nach Asien gehen?

·        Müssten wir für die Einfuhr von Scotch Whisky Einfuhrzoll bezahlen (wahrscheinlich)?

·        Wie stark würde das den Whisky verteuern? 

 

Was würde sich noch ändern? Viele Fragen, die nicht nur Whiskyliebhaber beschäftigen, sondern noch viel mehr die großen Spirituosenkonzerne wie Diageo & Pernod Ricard, die bisher in Europa einen Großteil ihrer Umsätze machen.

Nur so lässt sich erklären, dass Diageo-Chef Ivan Menezes überraschend klar für ein Votum gegen die schottische Abspaltung von Großbritannien wirbt und eine Unabhängigkeit sogar als „Überlebensfrage“ seines Konzerns bezeichnet.

 

Dienstleister haben es leichter: die verlagern einfach ihre Büros in ein anderes Land, aber das ist mit den schottischen Destillerien und Millionen von Whiskyfässern nicht möglich – ein Scotch ist nun mal nur dann ein Scotch Whisky, wenn er auch in Schottland gereift und abgefüllt ist. 

Nach aktuellen Umfragen sieht es so aus, dass die Mehrheit der Schotten sich doch nicht von Großbritannien abspalten wollen, aber was passiert mit Großbritannien?? Nach der Europawahl kommen schon Fragen auf, ob und wie lange das Land in der EU bleiben wird?

Und was heisst das dann für Schottlands Whisky, Gas und Öl?

 

Hoffen wir auf ein Ende im Sinne der internationalen Whisky-Gemeinde.

Slainte

Quelle:

Erfolgreicher Start für die Whiskymesse in Herrenberg – aber haben wir schon zu viele Messen?

Die Herrenberger Messe ist zwar schon eine Weile her, aber wegen des Messe-Marathons im Frühjahr komme ich erst jetzt zum Nachbereiten. Allerdings war dieses neue Whisky-Event im Süddeutschen so besonders, dass ich unbedingt noch etwas dazu schreiben wollte:

Die kleine Whiskymesse in Herrenberg sollte ein Experiment sein, und die Idee von Beate & Peter Holz ist voll aufgegangen: 
Zum Auftakt kamen an einem Tag schon 650 Besucher. Es gibt andere kleine Whiskymessen, die brauchen für diese Besucherzahl zwei Messetage!

 

 

Die Veranstaltung war hervorragend vorbereitet, und der Biergarten des Hotels eignete sich hervorragend als Whisky- und Tasting-Garten. Die Tastings waren gut aufeinander abgestimmt, die Vortragenden wurden jeweils pünktlich aus den Räumen geworfen J (ich

 

musste es erleben) und Pipes und Haggis sorgten für Ausgleich zwischendurch.

Dieses Ergebnis ist noch beeindruckender, wenn man sich die Schwemme an Whisky-Messen für 2014/2015 anschaut – es herrscht ein regelrechter Wettkampf zwischen den Veranstaltungen, dass es oft schwer fällt sich überhaupt zu entscheiden. Zwar ist die Zahl an Whisky-Veranstaltungen im Südwesten nicht gar so gross, und nicht wenige Whiskyfans aus dem Süden pilgern regelmässig nach München, Limburg oder bis ins Ruhrgebiet. 

 

Die Ballung im Frühjahr und späten Herbst führt aber auch dazu, dass sich nicht nur Besucher sondern auch Aussteller für eine Location entscheiden müssen. Kritisch wird es, wenn zwei Veranstalter am selben Tag in der gleichen Region/Stadt um Besucher buhlen (in NRW & Berlin werden wir es in den nächsten Monaten erleben können L). 
 
Und wie interessant ist so eine „Messe“, wenn nur noch ein kleiner Teil der Abfüller und Händler kommt? Die Anbieter haben auch nur eine beschränkte Anzahl Wochenenden und können schliesslich auch nicht überall sein.

 

Umso wichtiger werden der Termin, der Ort und eine gute Organisation des Veranstalters für den Erfolg einer Messe. Die Herrenberger haben offensichtlich alles richtig gemacht. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und drücke die Daumen, dass sich die Messe etablieren kann. 

 

Eine gute Übersicht der Messen findet man auf der WhiskyFanPage – und das sind noch nicht alle, von denen ich dieses Jahr schon gehört habe.

 

Slainte